Autobatterie Test 2018

Die besten Starterbatterien im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Autobatterie ist für sämtliche Elektronik in Ihrem Auto verantwortlich und versorgt auch den Anlasser mit Strom, damit sich das Auto in Bewegung setzen kann.
  • Während der Fahrt lädt sich die Batterie über die Lichtmaschine wieder mit Elektrizität auf. Je nach Bauart hält sie zwischen fünf bis sieben Jahre, kommt aber unterschiedlich gut mit Kälte zurecht. Achten Sie hierfür auf die Angabe zum Kaltstartstrom.
  • Die moderne Start-Stopp-Automatik in neueren Autos belastet die Autobatterie häufiger. Normale Blei-Säure-Batterien sind dafür nicht ausgelegt, EFB- oder AGM-Varianten hingegen schon.

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Der Motor ist gerade anstandslos über den TÜV und durch die Inspektion gekommen, der Tank ist bis zum Rand mit Kraftstoff gefüllt und trotzdem streikt das Auto beim Start? Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Autobatterie ihren Dienst verweigert. Und das ist keinesfalls selten, wie auch die Stiftung Warentest schon im Jahr 2013 berichtete. Einer ADAC-Umfrage zufolge war die Fahrzeugbatterie im Jahr 2012 bei jeder dritten Panne der Grund. Doch ohne diese Stromquelle kommt kein Auto vorwärts, weshalb wir Ihnen in unserem Autobatterie Vergleich 2018 wichtige Kategorien und Kriterien erklären, um Ihren persönlichen Autobatterie Vergleichssieger auswählen zu können.

1. Welche Rolle spielt die Autobatterie?

Infotainment schützen

Unter Infotainment im Auto versteht man u.a. das Radio und seine Einstellungen wie Senderplätze, Playlisten oder Datum. Wollen Sie Ihre Autobatterie wechseln, sollten Sie die neue mit geeigneten Kabeln anklemmen und erst dann die alte abklemmen. Infotainment-Systeme reagieren empfindlich auf zu lange Zeit ohne Strom und verlieren sonst ihre gespeicherten Einstellungen.

Die Starterbatterie ist für den Anlasser von zentraler Bedeutung. Sie stellt die nötige elektrische Spannung dafür zur Verfügung, die sich zwischen 100 bis 1.000 Ampere bewegt. Zudem springt sie ein, wenn die Lichtmaschine beim Haltevorgang oder während des Parkens weiter ihren Dienst verrichten soll.

Da es sich bei der Autobatterie um einen Akku handelt, wird dieser während der Fahrt über den Generator der Lichtmaschine wieder gefüllt. Er versorgt alle elektronischen Bestandteile des Autos mit Energie, von der Klimaanlage über das Radio bis hin zu den Scheibenwischern.

Bevor Sie eine Autobatterie kaufen, empfiehlt sich ein Blick ins Handbuch Ihres Autos. Dort finden Sie die Angaben zu der erforderlichen Leistungsfähigkeit Ihrer Autobatterie. Haben Sie dieses nicht zur Hand, können Sie sich auch an den Leistungsdaten der bislang verbauten und nun zu ersetzenden Starterbatterie orientieren.

Gut gepolt: Die Autobatterie richtig an- und abschließen ist oberste Pflicht. Beim Abklemmen muss zuerst der Minuspol genommen werden. Dieser Pol der Fahrzeugelektronik ist mit Motor und Karosserie verbunden. Nehmen Sie erst den Pluspol, ist das Risiko eines Kurzschlusses recht hoch, wenn Sie aus Versehen ein anderes Metallteil mit der Klemme berühren. Beim Anklemmen ist die Reihenfolge genau anders herum: erst Plus, dann Minus.

2. Welche Autobatterie-Typen gibt es?

Es gibt nicht eine beste Autobatterie, da man zwischen drei verschiedenen Bauarten mit individuellen Eigenschaften trennen muss. Wir stellen sie Ihnen vor:

Batterie-Typ Beschreibung

Blei-Akku

 

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Der sehr weit verbreitete Klassiker ist die Blei-Säure-Batterie. Sie ist so aufgebaut, dass mehrere Nasszellen, auch Blei-Akkumulatoren genannt, in Reihe geschaltet werden. Während die Elektroden aus Blei und Bleioxid gefertigt sind, ist Schwefelsäure die stromleitende Flüssigkeit im Inneren des säureresistenten Gehäuses.

Für den Blei-Akku spricht die lange Lebensdauer ohne Wartungsbedarf sowie ihr erschwinglicher Kaufpreis. Dafür ist sie technisch nicht für Pkw geeignet, die die Start-Stopp-Automatik nutzen und auch anfällig für Minustemperaturen.

AGM-Batterie

 

 

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Die AGM-Batterie ist eine modernere Variante der Bleibatterie. Anfänglich wollte man eine Batterie entwerfen, die auch für Motorboote geeignet ist. Dafür war es aber nötig, dass die inneren Nasszellen besser mit schaukelartigen Bewegungen umgehen können, was durch die Bindung in einem Glasfaservlies erreicht wird. Nette Nebeneffekte sind u.a. eine noch längere Lebenserwartung, eine größere Kältetoleranz und die Fähigkeit, den Start-Stopp-Mechanismus modernerer Wagen zu unterstützen.

Diese Vorteile schlagen sich jedoch auch in einem höheren Kaufpreis nieder. Was vielleicht aber noch schwerer wiegt, ist die Unverträglichkeit bei hohen Temperaturen, wie sie im Motorraum bei vollem Betrieb durchaus schnell entstehen können. AGM-Batterien werden deshalb in den meisten Fällen nicht im Motorraum angebracht. Diese Freiheit bei der Positionierung der Fahrzeugbatterie bieten aber viele Autos nicht.

EFB-Batterie

 

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Die EFB-Batterie arbeitet mit einer Bleiplatten-Säure-Kombination, die mit einem Polyester-Baumwollstoff verbunden ist. Diese Art von Autobatterie ist speziell für die Start-Stopp-Automatik ausgelegt (kann aber natürlich auch in normalen Autos verwendet werden). Sie kann sich schneller aufladen und den Strom abgeben und ist länger haltbar.

Zudem ist sie selbst gegen den tiefsten Winter unempfindlich und wie die anderen Modelle wartungsfrei. Ihr Preis ist aber dementsprechend auch höher angesiedelt und für Autos, die mit der spritsparenden Rekuperationstechnik arbeiten, ist diese Batterie nicht geeignet.

3. Worauf sollte man beim Autobatterie-Kauf achten?

3.1. Kapazität

Zunächst wäre da die Akku-Kapazität zu nennen. Sie unterscheidet sich stark je nach Fahrzeug, das Sie damit ausstatten wollen. Eine Auswahl:

  • Motorrad: 6-19 Ah (6 – 12 Volt)
  • Kleinwagen: 36 Ah (12 Volt)
  • Kompaktklasse: 28 – 50 Ah (12 Volt)
  • Mittelklasse: 40 – 70 Ah (12 Volt)
  • Transporter: 55 – 120 Ah (12 Volt)
  • LKW (bis 7,5 t): 175 Ah (12 – 24 Volt)

An diese Stufen sollten Sie sich aber nicht sklavisch halten, denn auch kleine Autos sind heutzutage mit Technik vollgestopft und brauchen entsprechend viel Strom. Die Bodenleisten-Angabe „B“ und die Maße sind hingegen schon klarer. Orientieren Sie sich dabei einfach an der Vorgänger-Batterie.

3.2. Kaltstartstrom

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Beim An- und Abklemmen ist die Reihenfolge der Pole zu beachten.

Wenn das Thermometer konsequent in die Minusgrade absinkt, ist eine Autobatterie günstig, die auch dann noch ihrer Aufgabe nachkommt. Wie gut das funktioniert, wird anhand einer DIN-Norm getestet. Bei -18 °C wird der sogenannte Kaltstartstrom, also die Abgabeleistung gemessen, die die Batterie unter diesen Kältebedingungen abgibt. Je höher der Wert, desto robuster funktioniert sie auch bei kalten Temperaturen. Sie finden ihn in den technischen Daten der Batterie.

3.3. Start-Stopp-System-Unterstützung

Modernere Autos haben mit der Start-Stopp-Automatik eine kraftstoffsparende Methode eingebaut. Wenn das Auto steht, etwa an der roten Ampel oder an einem Bahnübergang, schaltet sich der Motor selbstständig aus. Das spart Sprit, bedeutet aber auch einen echten Autobatterie Test, denn diese muss öfter den nötigen Strom für den Neustart per Anlasser liefern als früher.

Halte durch! Bei guter Behandlung hält eine Autobatterie gut und gerne fünf bis sieben Jahre. Doch auch, wenn Sie keine Verwendung mehr für die Fahrzeugbatterie haben, kann sie noch von Nutzen sein. Nicht umsonst sind Batterien mit Abstand der zweithäufigste Werkstoff, der aus ausrangierten Autos recycelt wird (Quelle: Statistisches Bundesamt, BMUB). Alternativ ist das Batterie-Pfand ein netter Anreiz. Kaufen Sie eine Autobatterie beim Händler und bringen diese verbraucht wieder zurück, können Sie beim Kauf der nächsten sparen. Wie viel das ist, bestimmt aber meist der Händler.

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