Jethelm Test 2018

Die besten Rollerhelme im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Jethelm besitzt zwar eine Schutzfunktion, wird aber eher aus optischen Gründen gekauft als aus Gründen des vollumpfänglichen Schutzes während der Fahrt mit dem Motorrad.
  • Jethelme gibt es wie auch die Motorrad-Bekleidung in den unterschiedlichsten Ausführungen: ob mit Blende oder ohne, in Lederoptik, in Vollvisierung und vielen mehr.
  • Die Kinnpartie ist während der Motorradfahrt auch mit Visier ungeschützt, bietet dafür aber mehr Freiheit, während Integralhelme den Kopf komplett umschließen und schützen.

Jethelm Test 2017

Der Sommer ist Motorrad-Zeit. Sich bei warmen Temperaturen während der Fahrt mit dem herausgeputzten Motorrad den Fahrtwind um die Nase wehen lassen – für Freunde der zweirädrigen Sommerausflüge ist ein Jethelm aufgrund seiner offenen Bauart ideal, um einen Kompromiss aus Sicherheit und Tragekomfort zu schließen, der auch die Helmpflicht-Bedingungen erfüllt.

Im Gegensatz zu Integralhelmen oder Klapphelmen ist der Jethelm vorrangig für Motorroller oder das Moped geeignet, die eine moderate Geschwindigkeit erreichen und eher in städtischen Gegenden genutzt werden, da die Kinnpartie meistens trotz vorhandenem Visier ungeschützt ist.

In unserer Kaufberatung vergleichen wir unterschiedliche Jethelme von mehreren Herstellern, so dass Sie nach dem Lesen von unsere Jethelm-Vergleich 2018 genug über die Helme wissen, um den für Sie besten Jethelm ruhigen Gewissens kaufen zu können. Außerdem erfahren Sie, wie Sie die passende Jethelm-Größe finden und ob alle Jethelme für Brillenträger geeignet sind.

1. Der Jethelm – schicke Optik, Abstriche bei der Sicherheit

Jethelm Test
Jethelme gibt es in unzähligen Looks und Visier-Varianten.

Jethelme sind aufgrund ihrer Konzipierung eher für den Stadtverkehr als für Hochgeschwindigkeitsfahrten über die Landstraßen oder Autobahnen geeignet. Dank ihrer offenen Visierung und der freien Kinnpartie ist ziemlich offensichtlich, dass dafür Abstriche bei der Sicherheit gemacht werden müssen – zumindest im Gegensatz zu den Klapphelmen und Integralhelmen.

Optisch ist der Jethelm an die alten Pilotenhelme der 50er angelehnt und tummelt sich mittlerweile in unzähligen Varianten und individuellen Designs auf dem Markt. Zusammengefasst lässt sich zu Jethelmen Folgendes festhalten:

  • unzählige Design-Variationen für jeden Geschmack
  • auch bei hohen Temperaturen angenehmer Tragekomfort
  • für städtische Gebiete und moderate Geschwindigkeiten geeignet
  • ungeschützte Kinnpartie
  • lauter Fahrtwind
  • schlechterer Schutz gegen äußere Witterungsbedingungen

2. Worauf es bei einem Jethelm ankommt

2.1. Die Passform: Messen Sie Ihren Kopfumfang

Jethelm Test
Dieser RUNE-Jethelm ist mit seinem Schirm eine Mischung aus Policehelm und Jethelm.

Wie bei allen Helmen, die Sie in der Art kaufen können, ist die richtige Passform nicht nur ein kosmetischer, sondern vor allem ein sicherheitsrelevanter Aspekt, der nicht unterschätzt werden darf. Auch wenn Jethelme allgemein weniger Schutz als Integralhelme oder Klapphelme bieten, sollte der Helm richtig sitzen, um auch nach mehreren Stunden nicht zu verrutschen oder zu drücken.

Welche Größe welchem Kopfumfang entspricht, entnehmen Sie der folgenden Tabelle. Je nach Hersteller und Marke des Helms können die Angaben immer ein wenig variieren. Ein Jethelm-tt zur Größenbestimmung ist also unerlässlich.

Die Faustregel für die richtige Passform: Wenn zwei Finger in den Zwischenraum zwischen Kopf und Helm passen, dann ist der Jethelm zu groß.

Größe des Helms Kopfumfang
XXS 51 – 52 cm
XS 53 – 54 cm
S 55 – 56 cm
M 57 – 58 cm
L 59 – 60 cm
XL 61 – 62 cm
XXL 63 – 64 cm

Wir bieten abseits der Jethelme natürlich auch weitere für Sie interessante Vergleiche zu weiteren Arten von Helmen an:

2.2. Der Helmschutz: Achten Sie auf die Sicherheitsnorm

Predator Helm
Norm heißt nicht langweilig: Der auffällige Helm von XFF erfreut auch Form-Fans.

Die Helmnorm
Laut einer europäischen Verordnung gilt für alle Schutzhelme motorisierter Zweiräder seit 1990 die Helmnorm ECE-22-05. Sie regelt die wichtigsten Sicherheitsstandards bei der Herstellung von Helmen wie z. B. die Stoßdämpfung, die Größe des Visier-Sichtfeldes oder die Beschaffenheit des Visiers. Wenn Sie sich also für Helme mit erfüllter ECE-22-05 entscheiden, können Sie sicher sein, dass der Helm wie auch reguläre Motorradhelme oder Integralhelme alle relevanten Sicherheitsstandards erfüllt. Außerdem kann ein Helm ohne entsprechende Kennzeichnung – abhängig vom entsprechenden Land – auch hohe Bußgelder nach sich ziehen.

2.3. Das Visier: nicht immer Standard

Das Visier gehört bei einem Jethelm nicht zwingend zur Grundausstattung und soll vordergründig vor allem den Fahrtwind vom Gesicht abhalten, Insekten vom Gesicht fernhalten und vor Regen, Staub, etc. schützen. Deswegen gibt es auch immer mehr Jethelme mit Sonnenblende. Aufgrund der seltenen Visierung hat der Träger aber die Möglichkeit, aus seinem eigenen (Sonnen-)Brillen-Repertoire zu schöpfen.

Beachten Sie: Auch wenn Ihr Jethelm-Vergleichssieger über ein Visier verfügt, bleibt Ihr Kinn bei einem Sturz ungeschützt.

2.4. Unzählige Hersteller: Helme von Vespa für die Vespa

Helmpflicht

Die Helmpflicht wurde 1976 in Deutschland eingeführt und greift ab einer Geschwindigkeit von 20 km/h. Wird ein Motorradfahrer ohne Helm erwischt, wird ein Verwarnungsgeld von 15 Euro fällig.

Natürlich gibt es nicht nur langweiliges Schwarz im Farb-Portfolio der Anbieter. Auch Hersteller gibt es eine Menge, weswegen wir für Sie die relevantesten Marken zusammengestellt haben, die sich mit der Herstellung verlässlicher Jethelme einen Namen gemacht haben.

Helme der oberen Preisklassen finden Sie z. B. beim deutschen Hersteller Schuberth oder beim japanischen Helm-Spezialisten Shoei. Günstige Jethelme mit guter Qualität finden Sie hingegen von Held, IXS oder Stark.

  • Viper
  • Vespa
  • Suomy
  • Spada
  • Soxon
  • Shoei
  • Shark
  • Scorpion
  • Schuberth
  • Rueger
  • Römer
  • ROCC
  • RedBike
  • Project
  • Premier
  • Origine
  • Nolan
  • Nexx
  • Momo
  • Marushin
  • Lazer
  • IXS
  • HJC
  • Held
  • Grex
  • GPA
  • Givi
  • Germot
  • DMD
  • Caberg
  • Blauer USA
  • Bayard
  • Bandit
  • Axo
  • Arai
  • Airoh
  • AGV

3. Wichtige Fragen zum Thema Jethelm

3.1. Gibt es von der Stiftung Warentest einen Jethelm-Test?

Jethelm Test
Der Hersteller Shark ist unter den Jethelm-Hersteller für seine auffallenden Helmkreationen bekannt.

Die Stiftung Warentest veröffentlichte bislang keinen spezifischen Jethelm-Test, allerdings in ihrer Ausgabe 04/2004 einen Motorradhelm-Test, in dem auch Jethelme untersucht wurden. In der Kategorie der Jethelme wurde der „Nolan N41 Classic Plus“ mit der Gesamtnote 2,0 zum Jethelm-Vergleichssieger gekürt.

3.2. Wie reinige ich einen Jethelm?

Jethelme lassen sich ähnlich von Straßenstaub und Insekten befreien wie andere Motorradhelme auch:

  • Außenschale: Wischen Sie die Außenseite des Helms mit stark verdünnter Seifenlauge und einem weichen Tuch ab. Lassen Sie den Helm trocknen, vermeiden Sie aber direkte Sonneneinstrahlung.
  • Visier: Auch hier sind eine milde Seifenlauge und ein weiches Tuch die Mittel der Wahl. Verwenden Sie keinesfalls Glasreiniger; diese können Schäden an der Beschichtung verursachen.
  • Innenfutter: Lässt sich das Futter herausnehmen, waschen Sie es per Hand mit Shampoo oder Feinwaschmittel und spülen es anschließend gut aus. Sind die Innenpolster fest verklebt, nutzen Sie Seifenlauge und einen damit getränkten Schwamm, um die Polsterung zu reinigen.

3.3. Kann ich einen Jethelm auch für den Reitsport benutzen?

reithelm
Reithelme verfügen über großflächige Belüftungsschlitze.

Das ist zwar möglich, aber wenig empfehlenswert. Ein Reithelm ist schmaler geschnitten und besser belüftet als ein Jethelm. Außerdem wirken auf einen Reithelm bei einem Sturz oder einem Tritt von einem Pferd andere Kräfte ein. Daher ist dieser Typ Helm speziell für solche Belastungen konstruiert.

Außerdem sind die Verschlüsse der Riemen meist kleiner und leichter gestaltet und über der Stirn befindet sich ein kurzes Schirmdach, das die Augen vor direkter Sonneneinstrahlung schützt. Ein Futter ist bei einem Reithelm ebenfalls nicht vorhanden; das Innere gleicht eher einem Fahrradhelm.

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