Motoröl Test 2018

Die besten Motoröle im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Neben der Motorölqualität sollten Sie Ihr Augenmerk auf die SAE-Klasse richten. Hinter diesem Kürzel verbergen sich wichtige Eigenschaften, die zu Ihrem Motor passen müssen. Das Handbuch Ihres Autos gibt Aufschluss über das richtige Öl.
  • Es gibt beim Motoröl Unterschiede bei der Viskosität (wie flüssig es ist) und bei der maximalen Tiefsttemperatur, bis zu der es noch fließt und seinen Dienst verrichten kann. Durch die klare Zuordnung, was Ihr Motor benötigt, müssen Sie sich aber allenfalls zwischen den Marken und nicht den Eigenschaften entscheiden.
  • Die Motoröl-Haltbarkeit sollten Sie nicht ausreizen, sondern es alle ein bis zwei Jahre spätestens austauschen. Es kann sonst mit der Dauer seinen Aufgaben wie Kühlen, Rostschutz, Reinigung und Schmierung nicht mehr gut nachkommen.

Motoröl Test

Um das Auto fahrtüchtig zu halten, sind schon ein paar mehr Handgriffe nötig als nur den Tank wieder aufzufüllen oder die Reifen zu wechseln. Auch der Kühler will mit passendem Kühlerfrostschutz ausgestattet sein und bestenfalls ist auch die Scheibenwaschanlage mit frostsicherem Wischwasser bestückt. Doch damit alles wie geschmiert läuft, fehlt noch ein ganz zentraler Stoff: das Motoröl. Welchen Zweck es erfüllt und auf welche Kriterien Sie achten sollten, um Ihren persönlichen Motoröl-Vergleichssieger zu finden, erklären wir Ihnen in unserem Motoröl-Vergleich 2018.

1. Schmieren und Kühlen – das Motoröl und seine Aufgaben

Fachgerecht entsorgen

Altes Motoröl entsorgen umweltbewusste Bürger natürlich nicht im Hausmüll oder Gulli. Stattdessen kann das Altöl beim Werstoffhof oder beim Verkäufer abgegeben werden. Eine Tankstelle oder Werkstatt macht das aus Kulanz oft ebenfalls.

Öl wird in vielen Bereichen als wichtiger Schmierstoff eingesetzt, der seine Eigenschaften überall dort zum Einsatz bringt, wo maschinelle Teile sich aneinander reiben wie etwa Getriebe. Ohne dieses Gleitmittel aus dem Erdreich würde der mechanische Abrieb schnell für Schäden sorgen. Dabei reinigt es den Motorraum auch, indem es Ablagerungen aufnimmt. Das sehen Sie gut daran, dass es beim Einfüllen goldig glänzt, nach einigen Monaten aber plötzlich pechschwarz geworden ist.

Motoröl Qualität
Der Ölfilter reinigt das Öl, verhindert aber nicht dessen Austausch.

Zudem hat es eine kühlende Wirkung für wichtige Bestandteile des Motors und sorgt auch dafür, dass Zylinder und Kolben abgedichtet werden. Auch die Entstehung von Rost wird durch den integrierten Korrosionsschutz ausgebremst. Wie Sie sehen, vereint das Motoröl beste Eigenschaften für eine lange Lebensdauer des Motors. Wenn Sie der Meinung sind, dass das Motorenöl nur alle ein oder zwei Jahre gewechselt werden muss, befinden Sie sich damit in Deutschland in guter Gesellschaft. Im Jahr 2015 gaben 53% an, den jährlichen Wechsel durchzuführen, 37% gar nur alle zwei Jahre (Quelle: DAT).

Beachten Sie jedoch, dass das Öl nicht nur aufgrund seiner zunehmenden Verschmutzung in bestimmten Abständen ausgetauscht werden muss. Es wird auch verbraucht und muss unter Umständen nachgefüllt werden. Das passiert zwar relativ langsam und ist abhängig davon, wie häufig Sie das Auto verwenden, aber ein regelmäßiger Check des Ölstands vermeidet teure Motorschäden. Wie die Stiftung Warentest – selbst noch ohne Motoröl-Test – schon in ihrer Ausgabe 09/2004 berichtete, sind Motorschäden, die in der Garantiezeit auftreten, oft ein Fall für den Auto-Hersteller, wenn der Anwender sachgemäß mit dem Pkw umgegangen ist.

2. Kaufberatung: Einbereich oder Mehrbereich? Diese Öl-Arten gibt es

Wenn Sie Motoröl kaufen wollen, ist es wichtig, auf die Motoröl-Bezeichnung zu achten. Man unterscheidet die beiden Kategorien der Einbereichs- und Mehrbereichsöle. Letzteres ist seit einigen Jahren gängiger Standard.

Öl-Typ Beschreibung
Einbereichsöl

Einbereichsöl war in den Anfangszeiten des Massenautomobils das Standard-Öl. In den 70er-Jahren begann allerdings die Ablösung, was vor allem aus Komfortgründen für die Anwender geschah. Einbereichsöle sind von den Jahreszeiten abhängig, da sie recht temperaturempfindlich sind.

Sie werden daher in Sommeröle und Winteröle eingeteilt und mussten früher wie die Reifen saisonal ausgetauscht werden. Heutzutage finden sie vor allem bei extremen, äußeren Temperaturen oder im Motorsport Verwendung.

Mehrbereichsöl

An den Rand gedrängt wurde das Einbereichsöl von den Vorzügen des Mehrbereichsöls. Der große Pluspunkt ist hierbei die Fließeigenschaft, auch Viskosität oder Schmierfähigkeit genannt.

Diese ist hier unempfindlicher gegenüber Temperaturen, dadurch kann das Öl das ganze Jahr über verwendet werden. Erkauft wird diese breitere Anwendungsfähigkeit aber damit, dass die Viskosität schneller nachlässt. Insofern liegt auch hier der Vergleich zu Ganzjahresreifen nahe.

2.2. Die SAE-Klasse und ihre Bedeutung

Motoröl Viskosität
Läuft Öl aus, muss es mit Granulat aufgesogen werden, dieses nennt sich Ölbinder.

Diese Kennzeichnung gibt sowohl Auskunft über den Typ des Öls als auch über dessen Viskosität. Bei den Einbereichsölen für den Sommer gibt das Kürzel Auskunft über die Viskosität bei 100 °C, geordnet von dünn- bis dickflüssig:

Sommeröle: SAE 16, 20, 30, 40, 50, 60

Bei den Motorölen für den Winter versteckt sich hinter der Kennzeichnung die maximale Tiefsttemperatur, bei der das Öl noch flüssig ist. Die Skala beginnt bei -40 °C und steigt jeweils um fünf Grad bis zuletzt -15 °C. Das „W“ steht für „Wintereignung“:

Winteröle: SAE 0W, 5W, 10W, 15W, 20W, 25W

Beim Mehrbereichsöl findet sich die Kombination aus den anderen beiden Ölarten in der Kennzeichnung wieder. So gibt es beispielsweise bei SAE 0W-40 die maximale Tiefsttemperatur von -40 °C und die Viskosität 40.

Mehrbereichsöl: SAE 0W-40, 5W-40, 10W-40, 10W-60, 20W-60, 15W-40, 20W-50

Strikt nach Handbuch: Greifen Sie nicht spontan zu irgendeinem günstigen Motoröl. Das Handbuch Ihres Autos sagt genau, welche Ölsorte der Motor Ihres Pkw benötigt. Damit der Motor wie eine gut geölte Maschine läuft, ist der richtige Öldruck entscheidend. Darauf haben die Hersteller ihre Fahrzeuge hin konzipiert. Auch vom Motoröl-Mischen von verschiedenen Sorten, etwa, wenn Sie Motoröl nachfüllen wollen, sollte tunlichst Abstand genommen werden. Das Gute an den spezifischen Herstellervorgaben: Sie müssen keinen umfangreichen Motoröl-Test machen, wenn nur eine bestimmte Sorte in Frage kommt.

2.3 Leichtlauf und Longlife – Spezialfunktionen beim Motoröl

Liter
Den Füllstand des Motoröls sollten Sie regelmäßig checken.

Unter Leichtlaufeigenschaften verstehen die Anbieter von solchen Motorölen den Zusatz sogenannter Additive. Diese Stoffe finden sich nur in den synthetischen und teilsynthetischen Ölsorten 0W-20, 0W-30, 0W-40 und 5W-30. Solche Öle sollen dazu führen, dass durch die Leichtgängigkeit des Getriebes eine Einsparung von Treibstoff erreicht wird.

Longlife-Öle machen vor allem dann Sinn, wenn Sie ein Auto haben, das den entsprechenden Longlife-Service aufweist. Die hier verbaute Technik im Steuergerät überwacht die Ölqualität und meldet, wann der nächste Ölwechsel und Inspektionstermin ansteht. Das erfordert aber auch, dass Sie das Öl des Herstellers verwenden – bei einem anderen muss das System auf eine feste Inspektion umgestellt werden. Positiv zu erwähnen ist noch, dass solche Öle auch die Leichtlaufeigenschaften in sich vereinen.

Oft in Eigenregie: Wenn Pkw-Besitzer ganz klar wissen, welchen Öl-Typ sie für ihr Auto verwenden müssen, kümmern sie sich laut einer Umfrage aus dem Jahr 2015 mehrheitlich selbst darum. 66 % der Befragten gaben an, für den Ölwechsel oder das Nachfüllen keine Werkstatt aufzusuchen, sondern das ganze persönlich zu erledigen (Quelle: DAT).

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