Motorradhelm Test 2018

Die besten Motorradhelme im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Motorradhelme schützen Ihren Kopf bei Stürzen und Unfällen. Die ECE-Norm 22-05 legt fest, welchen Qualitätsstandards ein Helm entsprechen muss, um in Europa im Straßenverkehr zugelassen zu sein. Das Prüfzeichen befindet sich in der Nähe des Kinnriemenverschlusses.
  • Ob Sie sich für einen Motorradhelm mit oder ohne Visier entscheiden, hängt nicht nur von Ihrem Stilempfinden ab. Während Integral- und Klapphelme für Liebhaber schneller Straßenrennen geeignet sind und über ein Visier verfügen, eignen sich Jethelme für retro-affine Freunde der Vespa.
  • Motorradhelme aus Carbon sind hochwertig und teuer, sind aber aufgrund der hohen Sicherheitsstufe und des geringen Gewichts besonders Fahrern, die regelmäßig auf dem Motorrad sitzen, ans Herz zu legen.

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Egal, ob Sie in den Serpentinen Ihr kurvenreiches Glück suchen oder aber vollkommen zufrieden mit entspanntem Cruisen in der Stadt sind: Beim Motorradfahren einen Helm zu tragen ist nicht nur obligatorisch, sondern der dringend benötigte Schutz Ihres Lebens.

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Für ein Moped brauchen Sie keinen Crosshelm. Für jedes Motorrad und jedes Einsatzgebiet gibt es den passenden Helm. Motorradhelme für Damen und Herren brauchen Sie nicht extra suchen. Diese Art des Schutzes ist unisex.

Im Falle eines Unfalls haben Motorradfahrer keine Knautschzone, sondern müssen die gesamte Wucht eines Aufpralls mit Ihrem Körper abfedern. Zur richtigen Motorradbekleidung gehören nicht nur Artikel wie eine Lederkombi oder eine Motorradjacke, sondern selbstverständlich auch ein Helm.

In unserem Motorradhelm-Vergleich 2018 verraten wir Ihnen, welche unterschiedlichen Arten der Helme es gibt, wie Sie die richtige Passform für Sie ermitteln und welche sinnvollen Features in keiner Kaufberatung unerwähnt gelassen werden sollten.

1. Sicherheit aus einem Guss: Motorradhelme mit Kinnschutz schützen besser

Helme gibt es in Hülle und Fülle. Sie alle haben die Aufgabe, Ihren Kopf im Falle eines Unfalls oder Sturzes zu schützen. Die unterschiedlichen Arten der Helme, die wir Ihnen in unserer folgenden Tabelle vorstellen möchten, sind alle aus speziellen Kunststoffen gefertigt, die sowohl sehr robust als auch von geringem Gewicht sind.

Innenpolster passen sich Ihrer Kopfform an und sind mittlerweile fast immer waschbar. Alle Helme, die in Europa verkauft werden, müssen der ECE-Norm 22-05 entsprechen. Das Siegel wird nur an Motorradhelme verliehen, die Tests von Kriterien wie Stoßfestigkeit und Kinnriemenbelastbarkeit durchlaufen haben.

 Integralhelm

carbon

  • durchgängige Außenschale führt zu hoher Stabilität
  • sehr hohe Sicherheit durch Kinnschutz
  • meist mit schützendem Visier
  • Aufsetzen für Brillenträger recht umständlich
  • ähnliches Aussehen wie Integralhelm
  • nach oben klappbare Front vereinfacht das An- und Ausziehen selbst mit Brille
  • ähnliche Sicherheitsstufe wie Integralhelm, aber leicht höheres Gewicht
 Klapphelm

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 Jethelm / Halbschalenhelm

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  • beliebter Helm für Roller und andere Cityflitzer
  • fehlendes Kinnteil führt zu geringer Schutzwirkung
  • nur für geringere Geschwindigkeiten in der Stadt geeignet
  • offenes Design hat Retro-Charme
  • geschlossene, durchgängige Form wie Integralhelm
  • oftmals fehlendes Visier erhöht die gute Belüftung des Helmes
  • optional zukaufbare Motocross-Brille schützt die Augen
  • lange Kinnpartie mit Schmutzfilter schützt vor herumfliegenden Matsch
  • meist klappbare Sonnenblende
 Crosshelm / Enduro-Helm

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2. Sitzt, passt, wackelt und hat Luft: Darauf haben Sie beim Kaufen von Motorradhelmen zu achten

2.1. Zu jedem Kopf ein Deckel: Genaues Ermitteln der Helmgröße als essentieller Sicherheitsfaktor

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Achten Sie bei diesem schicken Airbrush Motorradhelm von HJC nicht nur auf das Design, sondern auch die richtige Passform. Für den Motorradhelm-Farbklassiker in Matt-Schwarz gilt diese Prämisse ebenfalls.

Hand aufs Herz und Helm auf Kopf: Der beste Motorradhelm nützt Ihnen nichts, wenn er nicht passgenau Ihren Kopf umschließt, wackelt oder sich sogar vom Schopf ziehen lässt. Führen Sie, wenn Sie es genau wissen wollen, einen Test von Motorradhelmen und ihrer Passform im Fachhandel durch. Das Probetragen eines Sturzhelmes ist dringend anzuraten.

Jedoch verfügt nicht jede Kommune über einen Fachhandel für Motorradzubehör, sodass Sie darauf angewiesen sind, auf alternative Bezugsmöglichkeiten zurückzugreifen. Möchten Sie Ihren Motorradhelm online kaufen, um auch vom oftmals günstigeren Preis der Produkte zu profitieren, sind Sie darauf angewiesen, die Größe Ihres Helmes zu ermitteln. Wir verraten Ihnen, wie Sie vorgehen können.

  • Ausmessen des Kopfes: Besorgen Sie sich ein Maßband. Messen Sie Ihren Kopfumfang, indem Sie an der Stirn entlang das Maßband anlegen und um Ihren Kopf wickeln. Fixpunkte zum richtigen Auflegen des Umfangs sind die höchsten Stellen der Augenbrauen und der Ohren. Das Ergebnis in Zentimetern ist zur Bestimmung der Helmgröße essentiell.
  • Ermitteln der Größentabelle des Herstellers: Helmgrößen können in Zentimetern oder in Kleidungsgrößen wie M und L angegeben werden. Finden Sie einen Motorradhelm mit der Größenangabe 55 – 56 cm, haben Sie es in den meisten Fällen mit einem Helm der Größe S zu tun. Da es Schwankungen unter den Größenbezeichnungen der jeweiligen Motorradhelm-Marken und Typen geben kann, halten Sie Ausschau nach den Größentabellen der Hersteller. Diese geben Auskunft darüber, welcher Kopfumfang welcher Größe entspricht.

Probieren Sie den Helm zuhause aus und achten Sie darauf, dass sich der Helm nicht einfach auf Ihrem Kopf verschieben oder gar abziehen lässt. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen der Helm in der Anfangszeit des Tragens eng vorkommt.

Innenfutter waschabrDas Innenfutter des Motorradhelmes passt sich nach einiger Tragezeit perfekt Ihrer Kopfform an. Stellen Sie jedoch beim ersten Anprobieren fest, dass der Helm Druckstellen an Ihrem Kopf hervorruft, entscheiden Sie sich für ein größeres Modell.

2.2. Feste, wie sie fallen: Duroplast als Hochwertiges Helm-Material

Um einen harten Aufprall im Ernstfall überstehen zu können, muss die Außenschale eines Motorradhelms die Wucht des Aufpralls gleichmäßig auf sich und auf das Innenpolster verteilen können.

Motorradhelme aus Monoplasten wie Polycarbonat und Thermoplast sind leicht herzustellen, stabil sowie häufig günstiger als ein Motorradhelm aus sogenannten Duroplasten. Beide Kunststoff-Arten ermöglichen es Ihnen, den Motorradhelm einfach zu reinigen.

Polycarbonat MotorradhelmEin Duroplast-Motorradhelm ist mit hochwertigen Bestandteilen wie Glasfaser oder Carbon durchzogen und weitaus robuster und gleichzeitig leichter als ein vergleichbarer Helm aus Monoplasten.

Besonders Vielfahrer und Motocross-Fans sollten zu den teureren, aber durchaus empfehlenswerten Duroplast-Helmen greifen. Diese sind klare Vergleichssieger gegenüber Motorradhelmen aus Monoplasten, was die Langlebigkeit betrifft. Freunde des entspannten Fahrens, die kein Interesse am Geschwindigkeitsrausch haben, sind mit einem Motorradhelm aus Polycarbonat dennoch auch sicher unterwegs.

2.3. Für den klaren durchblick: Ein Pinlock-Visier schützt vor Beschlag

Pinlock-Motorradvisiere

Visiere beschlagen gerade bei kalten Außentemperaturen schneller, als es einem lieb ist. Dem kondensationsbedingten Vernebeln des Visiers können Sie entgegenwirken, wenn Sie einen Motorradhelm mit Pinlock-Visier kaufen. Zwei aufeinander haftende Visierschichten bilden im Inneren eine isolierende Luftschicht und vermindern somit den Beschlag des Visiers.
Pinlock Visier

Ob Sie sich für einen Motorradhelm mit Visier entscheiden, ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern hat auch einen Einfluss auf den Helmkomfort. Visiere schützen Ihre Augen vor kaltem Fahrtwind oder können sogar als Sonnenschutz fungieren, wenn Sie sich für ein Helm-Modell mit abgedunkeltem Visier entscheiden.

Besonders Klapphelme und Integralhelme sind meist schon mit einem Visier ausgerüstet. Alternativ können Sie für eine verdunkelte Sicht zu Modellen mit Sonnenblende greifen. Visiere können leicht neben zahlreichem anderen Motorrad-Zubehör optional erworben werden.

Enduro-Helme und Jethelme haben oftmals kein Visier. Bei den Motocross-Helmen für den Motorrad-Sport ist dieser Umstand durchaus positiv besetzt, da so eine gute Kopf-Belüftung während anstrengender Offroad-Partien gewährleistet ist. Um vor umherfliegenden Steinen und Stöcken geschützt zu sein, empfiehlt es sich, eine Motocross-Brille zum Helm zu kaufen.

2.4. Der Verschluss: Komfortabel und sicher mit dem Ratschen-Verschluss

Es gibt drei mögliche Arten von Verschlusstechniken, um Ihren Helm sicher und fest auf Ihrem Kopf zu halten. Die Kinnriemenverschlüsse der unterschiedlichen Kategorien haben verschiedene Spezifika, was ihre Bedienbarkeit und Reißfestigkeit betrifft. Wir stellen sie Ihnen in folgendem Kurzüberblick vor:

Ratschen-Verschluss Doppel-D-Verschluss Klick-Verschluss
 motorradhelm-airbrush  motorradbekleidung  motorradhelm-bluetooth
Der Bequeme: Einfache und schnelle Bedienung sowie sicherer Halt zeichnen den Ratschen-Verschluss aus. Führen Sie den Riemen durch einen Schlitz in der Ratsche. Legen Sie anschließend den am Verschluss befindlichen „Hebel“ um und ziehen Sie so den Riemen stufenweise fest. Der Ratschen-Schnellverschluss ist sehr populär. Der Sichere: Manchem ist die Bedienung dieses Verschlusses, der aus einem Riemen und zwei D-förmigen Metallstücken besteht, ein Rätsel. Dennoch lohnt sich die Fingerfertigkeit beim Öffnen und Schließen durchaus. Der Doppel-D-Verschluss verhindert zuverlässig das Verrutschen des Motorradhelmes während der Fahrt und ist besonders reißfest. Der Schnelle: Meist aus Kunststoff bestehend, drücken Sie die beweglichen Außenbacken des Verschlussstückes einfach in die dafür vorgesehene Halterung. Da die Verschlussstücke meist aus Kunststoff sind, ist der schnell zu schließende und einfach zu bedienende Klick-Verschluss bei einem Sturz minder Reißfest.

3. Empfohlene Marken von der Stiftung Warentest

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Nolan stellt auch kratzfeste, getönte Pinlock-Visiere zum einfachen Austausch her.

Der letzte Motorradhelm-Test der Stiftung Warentest fand im Jahr 2004 statt. Obwohl sich die Sicherheitsstandards der Helme in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt hat, kommt das Prüfinstitut zum gleichen Ergebnis wie wir: Integralhelme und Klapphelme haben im direkten Vergleich die Nase deutlich vor Jethelmen. Wenn Sie also auf der Suche nach einem sicheren Sturzhelm sind, greifen Sie zu einem Helm mit Kinnschutz.

Der ADAC kürte im Jahre 2013 den Nolan N86 Classic-Integralhelm zum Motorradhelm-Vergleichssieger. Sichere und hochwertige Motorradhelme finden Sie allerdings auch bei folgenden Herstellern:

  • AGV
  • Airoh
  • Arai
  • Arrow
  • ATO
  • BMW
  • Broken Head
  • Caberg
  • FOX
  • HJC
  • KTM
  • Lazer
  • Nexo
  • Nolan
  • O’Neal
  • Rallox
  • ROCC
  • Rueger
  • Schuberth
  • Scott
  • Shark
  • Shiro
  • Shoei
  • Shox
  • Thor
  • Uvex
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