Starthilfekabel Test 2018

Die besten Überbrückungskabel im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Bevor Sie ein Starterkabel kaufen, sollten Sie die Art (Benzin oder Diesel) und Leistung (Hubraum) Ihres Motors kennen. Das entscheidet darüber, welchen Leiterquerschnitt das Starthilfekabel haben muss, damit Sie es zur Überbrückung verwenden können.
  • Ob Ihr Starthilfekabel Aluminium oder Kupfer im Inneren verbaut hat, zeigt sich an der Schnelligkeit, mit welcher der Strom geleitet wird. Kupfer ist hier schneller und stabiler, aber auch teurer. Aluminium ist leichter und günstiger.
  • Die Kunststoff-Isolierung der Polzangen schützt vor Stromschlag und sollte standardmäßig beim Starterkabel vorhanden sein. Beim Anschluss der Kabel gilt das Prinzip: erst Plus, dann Minus. Beim Lösen ist es genau anders herum.

Starthilfekabel Test

Wohl nur wenige Vorkommnisse bremsen im Alltag den Elan so sehr aus wie ein Auto, das nicht anspringt, wenn Sie den Schlüssel im Schloss drehen und eigentlich zum wichtigen Termin oder einfach nur nach Hause fahren wollen. In den meisten Fällen ist die Batterie schuld, wenn sie nicht mehr genug Energie gespeichert hat, um den Motorstart einzuleiten. Wenn Sie nicht gerade eine Ersatzbatterie im Auto haben, sind Sie meistens auf freundliche Helfer angewiesen, die Ihnen aus dem Dilemma helfen. Für solche Fälle ist ein Starthilfekabel günstig. In unserem Starthilfekabel-Vergleich 2018 erklären wir Ihnen, worauf es neben dem Leitermaterial und der Anschlussart des Kabels ankommt, wenn Sie Ihren persönlichen Starthilfekabel-Vergleichssieger finden wollen.

1. Aufbau und Eigenschaften des Starthilfekabels

Gefragter Pannendienst

Ein Auto kann aus vielen Gründen nicht mehr weiterfahren und entsprechend oft passiert das auch. Allein der ADAC musste in den Jahren 2012 bis 2015 durchschnittlich knapp über vier Millionen Mal ausrücken, um in Not geratenen Autobesitzern zu helfen, oft auch bei vermeintlich simpler Starthilfe.

Auch als Starterkabel oder Überbrückungskabel bezeichnet, handelt es sich hierbei um zwei Kabel, die absichtlich zwei verschiedene Farben aufweisen, damit Sie die Übersicht bewahren, wenn Sie die Pole der Autobatterien anschließen. Die Farbe selbst ist dabei nicht auf den Pluspol oder den Minuspol festgelegt, sondern ist nur als optische Orientierungshilfe für Sie gedacht.

Im Inneren des Starthilfekabels befinden sich gewundene Drähte, die wahlweise aus Aluminium oder Kupfer bestehen. Beide Material-Typen unterscheiden sich in ihrer Leitfähigkeit, dem Gewicht und dem Preis.

starthilfekabel diesel querschnitt
Praktisch: eine Tragetasche für die Starterkabel.

Kupfer ist teurer als Aluminium und wird daher immer seltener verbaut, rechtfertigt seine höheren Kosten aber durch eine schnellere Übertragung der Elektrizität und punktet auch durch größere Robustheit im Vergleich zum leichteren Aluminium.

An beiden Enden verfügt jedes Kabel über eine Greifzange, die auch als Polzange bezeichnet wird. Sie wird am Pol der Autobatterie festgeklemmt und ist im Idealfall mit Kunststoff isoliert, damit Sie vor dem fließenden Strom geschützt sind.

2. Kaufberatung: Welche Arten von Starthilfekabeln gibt es?

Wenn Sie das beste Starthilfekabel kaufen wollen, sollten Sie wissen, dass es verschiedene Modelle gibt, die sich auf unterschiedliche Weise anschließen lassen. In der folgenden Übersichtstabelle erklären wir, welche Anschlussarten sich unterscheiden lassen:

Kabelart Beschreibung
klassisches Starthilfekabel

Der Standard, um Ihrem Auto Starthilfe zu geben, sind zwei Kabel, die die schwache Batterie mit der geladenen Autobatterie des anderen Pkw verbinden. Achten Sie im Zweifelsfall darauf, wie hoch die maximale Spannung ist, die die Starthilfekabel zu leiten im Stande sind.

12 Volt finden sich eher bei Batterien für kleine Kfz und Motorräder, während 24 Volt für normale Pkw ausgelegt sind. Die meisten Modelle können aber beides abdecken.

Starthilfe per Zigarettenanzünder

Mit einem Zigarettenanzünder-Starthilfekabel ist es nicht erforderlich, die Motorhaube zu öffnen und die Starterkabel direkt an die Helfer-Batterie anzuschließen.

Wie der Name schon sagt, wird stattdessen die Energie durch den Zigarettenanzünder-Anschluss gezogen und über denselben Anschluss des liegengebliebenen Autos in dessen schwächelnde Batterie eingespeist. Das geht aber zumeist nur mit 12V-Batterien.

Akku-Starthilfekabel

Wenn Sie nicht auf Starthilfe per Auto angewiesen sein wollen und auch kein Batterieladegerät zur Verfügung haben, ist die Starthilfe mittels Akku eine weitere Möglichkeit.

Um im Notfall zu helfen, muss die Akku-Batterie zuvor per Netzkabel mit Strom aufgeladen werden. Auch hier gibt es Modelle, die sowohl für 12V- als auch für 24V-Batterien Starthilfe geben können.

Die Bedeutung des Querschnitts: Während Rahmendaten wie die Länge oder das Material noch keine Ausschlusskriterien für bestimmte Hersteller und  Marken darstellen, tun es Kategorien wie der Leiterquerschnitt sehr wohl. Das hat mit der Art des Motors und dessen Hubraum zu tun. Bei einem Benzinmotor mit einem Hubraum bis zu 2.500 mm³ ist ein Querschnitt von 16 mm² bedenkenlos verwendbar, bei Hubraum bis zu 5.500 mm³ sind schon 35 mm² Querschnitt erforderlich. Bei Dieselmotoren sollte durchschnittlich ein Mindestquerschnitt von 25 mm² benutzt werden, sonst wird das Starthilfekabel den Test nicht bestehen. Unabhängig davon sollten alle Starterkabel die Sicherheitsnormen DIN 72553 und ISO 6722 erfüllen.

3. Starthilfekabel richtig anschließen – Das müssen Sie beachten

motorrad starthilfe
Isolierte Polzangen schützen vor Stromschlag.

Um nicht direkt den ADAC oder einen anderen, professionellen Pannenhelfer in Anspruch zu nehmen, können Sie auch einen hilfsbereiten Mitmenschen in Anspruch nehmen. Damit dessen Helferbatterie auch tut, was sie soll, gibt es ein paar Kriterien zu beachten.

Zunächst sollten die Polzangen isoliert sein. Kunststoff an den Griffen vermeidet, dass Sie einen Stromschlag erleiden. Verbinden Sie dann immer zuerst die Pluspole der beiden Batterien über ein Kabel. Dann schließen Sie das andere Überbrückungskabel an den Minuspol der Spenderbatterie und – wichtig! – das andere Ende des Kabels an den sogenannten „Massepunkt“ des zu startenden Autos an, keinesfalls an den Minuspol der Empfängerbatterie. Der Massepunkt ist eine Stelle am Motorblock.

Sind beide Autos auf diese Weise miteinander verbunden, sollte das Geberauto gestartet werden und dann das Empfängerfahrzeug. Damit das klappt und um Spannungsspitzen bei der Entfernung der Polzangen zu vermeiden, sollten stromfressende Funktionen im Auto (z. B. Klimaanlage) zunächst nicht in Betrieb sein. Apropos Polzangen entfernen: hier geht es anders herum, erst Minus lösen, danach Plus.

Helfer in Not: Die hier geschilderten Vorgehensweisen, wie Sie die Starthilfekabel anschließen und die Batterie überbrücken können, sind deshalb so wichtig, weil schon vermeintlich kleine Fehler zu großen Schäden und Kosten führen können. Gut illustriert wird das durch ein Beispiel, über das die Stiftung Warentest – selbst noch ohne Starthilfekabel-Test – in ihrer Ausgabe 07/2012 berichtete. Dort wollte eine Frau ihre Hilfe anbieten und der Autobatterie Starthilfe geben, verwechselte dabei aber die Pole und sorgte so für einen Kurzschluss, der das elektronische Steuergerät im anderen Wagen zerstörte. Die Kosten von ca. 3.800 Euro musste sie selbst und nicht ihre Versicherung tragen, da Starthilfe laut Gerichtsurteil nicht zum typischen Autogebrauch gehöre.

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